Brot

Brot ist ein altes Lebensmittel. Es ist schlicht und lecker. Jedes Land hat sein eigenes, typisches Brot. Frankreich hat das Baguette, Italien das Ciabatta, die Türkei das Fladenbrot, …

In keinem anderen Land ist Brot jedoch so ein großes Thema wie in Deutschland. Es gibt allein 300 Sorten. Die Arten, diese zu backen, kann wahrscheinlich niemand zählen. Die Vielfalt ist überwältigend. Bäcker-Läden sind omnipräsent und gutes Brot gibt es um die nächste Ecke.

Wahrscheinlich wurden wir deshalb vor unserem Umzug nach Amerika oft gefragt, ob wir das deutsche Brot vermissen werden. Prinzipiell dachte ich, es wäre kein Problem für mich. Ich mag Brot, aber als Müsli-Fan gehört es für mich nicht täglich auf den Tisch. Mittlerweile würde ich jedem, der uns besucht für ein Laib Vollkornbrot die Hand küssen.

Es gibt auch hier tolles Brot, jedoch muss man danach suchen und das braucht Zeit. Brot, wie ich es mag, ist relativ teuer und gibt es nur in wenigen Läden, die nicht gerade um die Ecke sind.

Ich hatte also die Wahl. Entweder fahre ich weite Wege und kaufe für viel Geld Brot oder ich backe es selbst. Die Entscheidung ist schnell auf die zweite Option gefallen.

Das Rezept für mein deutsch-amerikanisches Brot möchte ich euch heute zeigen. Schmeißt euch in die Kochschürze, schnappt euch eure Backschüssel und los geht es.

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KMA – Knoxville Museum of Art

Das Wort Museum kommt aus dem Altgriechischen. Ein „mouseion“ bezeichnete einen Musentempel. Dort wurde in der Antike den Schutzgöttinnen für Kunst, Kultur und Wissenschaft gehuldigt.

Aus purer Neugier habe ich das letzten nachgeschlagen. Die Herkunft des Begriffs gefällt mir wirklich gut. Ich habe direkt das Bild eines prächtigen Tempels auf einem mit Olivenbäumen bewachsenen Hügel im Kopf, in dem weiß gewandete Gestalten schöne Dinge ablegen. Göttinnen sind schließlich anspruchsvoll!

Heute trägt niemand mehr weiße Togen, aber in Museen wird trotzdem noch schönen Künsten, reichen Kulturen und florierenden Wissenschaften gehuldigt.

Momentan darf auch ich Teil eines Musentempels sein. Ich arbeite seit Januar als Volunteer am Front Desk des KMA – Knoxville Museum of Art und werde dort bald die erste deutschsprachige Museumsführerin sein.

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MÜSLI

Vor ein paar Jahren habe ich angefangen morgens Müsli zu essen. Mein Herz ist seitdem was Frühstück angeht, vergeben. Es ist einfach, schnell und, wie erwähnt, zum Verlieben.

Ich esse mein Müsli schon immer mit Haferflocken, die weiteren Zutaten ändern sich jedoch phasenweise: begonnen habe ich mit frischen Äpfeln, Leinsamen und Milch; zur Abwechslung gab es eine kurze Zeit Trockenobst und Nüsse mit Mandelmilch; im Sommer frische Beeren mit Joghurt; im Herbst dann wieder Äpfel, Leinsamen und Milch; …

Beeren Müsli

Mein aktueller Favorit ist ein Variante des trendigen Overnight Oatmeal mit gefrorenen Beeren. Es gibt drei Zubereitungsarten, zwischen denen ich je nach Lust, Laune und Zeit wähle. Alle drei sind nicht nur unglaublich lecker, sondern auch gesund und halten lange vor.

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Kräuter-Zwerge

Ich möchte mir dieses Jahr selbst etwas beweisen. Ich habe immer gedacht, ich habe kein Talent, wenn es um Pflanzen geht. Nach intensiver Rücksprache mit passionierten Gärtnern ist das vorbei. Laut den Fachleuten gehören Misserfolge zum Geschäft. Ich starte dieses Jahr deshalb den Versuch Blumen, Kräuter und Gemüse in Hülle und Fülle zu erschaffen. Entweder es klappt und ich kann ernten bis zum Umfallen oder ich war dreckig und hatte viel Spaß.

Den Grundstein haben wir vor ein paar Wochen gelegt und unser erstes Hochbeet gebaut (Bilder und Anleitung vom Bau gibt es demnächst). Seitdem bin ich ganz hibbelig. Ich renne ständig in Gärtnereien, leihe Bücher über Gemüse-, Obst- und Blumen-Anbau in der Bücherei aus und recherchiere im Internet. Am liebsten würde ich sofort alle meine Samen ins Beet werfen und ihnen zurufen: WACHST!

Kräuter-Zwerge im Eierkarton

Leider ist mir durchaus bewusst, dass jede Pflanze ihre Zeit hat um zu wachsen. Und die meisten davon bevorzugen Wärme und Sonnenlicht, beides Mangelware mitten im Winter. Aber kennt ihr auch diese irrationale Aufregung bei etwas Neuem, die einen unglaublichen Energieschub auslöst? Ich mag das, dann fühle ich mich wieder wie eine Fünfjährige, die im Auto sitzt und fragt: Wann sind wir endlich da?

Um meine Energie sinnvoll zu nutzen und meinen Tatendrang zu kanalisieren, habe ich mich für ein kleines Experiment entschieden, dass auch Mitte im Winter möglich ist: Kräuter-Zwerge ziehen.

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Designklassiker – EM77

Die ersten zwei meiner Lebensjahrzehnte war ich wenig beeindruckt von Namen wie Arne Jacobssen, Charles Eames, Ludwig Mies van der Rohe, … Seit ich mit 20 Jahren mein Architektur-Studium begonnen habe, halte ich bei der Erwähnung derselben kurz die Luft an. Nicht aus Angst, es ist mehr ein respektvolles, aufgeregtes kleines Schnaufen.

Das Studium hat mich für Designprodukte und die Menschen, die dahinterstehen, sensibilisiert. Ich kenne die Anstrengung des Entwurfsprozesses, die Zähigkeit der Entwicklungsphase, den Unmut, wenn bei der Produktion etwas danebengeht oder sich verzögert. Ich kenne aber auch das unbeschreibliche Glück, wenn das, was vor langer Zeit auf einem Stück Papier skizziert war, endlich fertig ist. Als mein erstes Projekt, ein Einfamilienhaus übergeben werden konnte, habe ich vor lauter Freude ein Tränchen verdrückt.

EM77

Ob Erik Magnussen ansichtig seiner EM77 Isolierkanne, die er für die dänische Firma Stelton entwarf, auch geweint hat, wage ich zu bezweifeln. Aber er hat mit seinem Entwurf aus dem Jahr 1977 viele Generationen von Tee- und Kaffee-Trinkern glücklich gemacht.

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