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Laugengebäck – die Königin des Frühschoppens

Laugengebäck – die Königin des Frühschoppens

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Zweierlei Obatzter – unterfränkisch und modern

Zweierlei Obatzter – unterfränkisch und modern

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Omas Zitronenkuchen aus der Kastenform

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Bunter Krautsalat mit Apfel, Karotte und Mandeln

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Frühlingsreif

Frühlingsreif

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Grundrezept Hühnerbrühe – ganzheitlich lecker

Grundrezept Hühnerbrühe – ganzheitlich lecker

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Thought of the Week

Thought of the Week – Laugengebäck

Thought of the Week – Laugengebäck

Was haben Süddeutschland, die Schweiz und Österreich gemeinsam? Einiges, aber vor allem sind sie die Heimat des mittlerweile zum Exportschlagers aufgestiegenen Laugengebäcks. Brezeln, Silserli und Laugenweckerl schmecken eben richtig gut und deshalb möchte ich diesen Leckereien mein TOW der Kalenderwoche 17 widmen (natürlich auch, weil ich euch gerade mit meinem tollen Rezept für Brezelbrötchen, -stangen und -zöpfen beglücken durfte!).

Was ist Laugengebäck?

Laugengebäck ist ein geformter Weizen-Hefeteig (Brezeln, Brötchen, Stangen, Zöpfe, Knoten, …), welcher, um die typische Färbung entstehen zu lassen, in eine Lauge getunkt und bei hohen Temperaturen gebacken wird. Die alkalische Lösung kann aus Wasser und Natron oder Wasser und Backsoda hergestellt werden. Wer sich für die chemischen Hintergründe interessiert, möchte bitte seinen ehemaligen Chemielehrer kontaktieren.

Wie ist Laugengebäck entstanden?

Die Entstehungsgeschichte des Laugengebäcks ist wiedermal nicht ganz klar. Jede, die ich gelesen habe, geht aber auf ein Versehen zurück. In der bayerischen Version der Geschichte kam es zu einer Verwechselung und das Hefegebäck wurde anstatt mit süßem Zuckerwasser, mit Lauge bestrichen, die eigentlich zum Reinigen der Bleche gedacht war. Die Schwaben geben einer Katze die „Schuld“, die auf ein Blech gesprungen sein soll, dieses umkippte und die darauf befindlichen Teiglinge so in einen Eimer voller Lauge beförderte. Wie der Bäcker jedoch auf die Idee kam, das in der Lauge befindliche Gebäck wieder herauszufischen und doch zu backen, obwohl es, Stand seines Wissens, mit einer giftige Lösung in Kontakt gekommen war, ist mir schleierhaft.

Wie wird Laugengebäck hergestellt?

Die Herstellung von Laugengebäck beginnt mit einem herzhaften Hefeteig, der gehen muss, in die gewünschte Form gebracht wird und dann nochmal geht. Anschließend kommt das Gebäck in eine Lauge und zieht dort für einige Sekunden. Die abgetrocknete Oberfläche, die beim letzten Gehvorgang entsteht, verhindert, dass die Lösung in das Gebäck eindringt. Beim Backen geht das Laugengebäck weiter auf und reagiert mit der Hitze. Das fertige Produkt hat ein weißes, fein poriges Inneres und die signifikante, honigbraune Oberfläche.

Wozu wird Laugengebäck gegessen?

Laugengebäck ist unkompliziert und ein schneller Happen, weshalb es gerne in Biergärten serviert wird. Es kann dank seines spezielles Geschmacks wunderbar pur gegessen werden, schmeckt daneben auch lecker zum Bier, mit Butter, zur Weißwurst (nicht mein Favorit, aber wurde mir von Liebhabern bestätigt) oder zum Obatzter.

Laugengebäck ist ein toller Allrounder am heimischen Esstisch, aber auch für unterwegs. Lasst euch dieses besondere Gebäck bei der nächsten Brotzeit, im Biergarten, im Stadion, oder wo auch immer ihr seid, schmecken!