Amerikanisierter Käsekuchen à la Oma

Käsekuchen

GBC mit amerikanisiertem Käsekuchen à la Oma

 

Heute habe ich ein kleines Herzensprojekt für euch: Käsekuchen à la Oma. Dabei handelt es sich um eines unserer Familienrezept. Der aufmerksame Leser von Ginger by Choice weiß, dass ich davon ein riesiger Fan bin. Es macht Spaß diese alten, vererbten Rezepte auszuprobieren. Am meisten Spaß macht das mit der- oder demjenigen, die bzw. der berühmt und berüchtigt für eben jenes Rezept ist.

Genau so verhält es sich mit dem Käsekuchen Rezept meiner Oma, dass sie mir (Danke, liebe Oma!) bei meinem letzten Besuch in Deutschland beigebracht hat. Unser Backtag war einfach wunderschön: meine Oma hat alles liebevoll vorbereitet, dann haben wir zwei in der Küche gewerkelt und anschließend war ich mit meinem Opa im Wald spazieren (das macht er übrigens mit über 80 noch jeden Tag!!!). Später haben wir drei zusammen Mittag gegessen und, natürlich, ein leckeres Stückchen Käsekuchen verköstig.

 

Käsekuchen

Die beste Oma mit Käsekuchenboden

 

Zurück in Tennessee wollte ich so schnell wie möglich ausprobiert, ob ich mit den Tipps und Tricks meiner Oma einen ebenso leckeren und fluffigen Käsekuchen hinbekomme. Spoiler: ich habe es geschafft, wenn auch über einige Umwege. Die Sache ist die, dass manche deutschen Zutaten hier nicht so einfach erhältlich sind. Ich spreche von Quark, Puddingpulver und Margarine. Dank eines veganen Experiments für Freunde hatte ich bezüglich der Margarine noch im Hinterkopf, dass es vegetable oil spread (dt.: Pflanzenölaufstrich) im Kühlregal neben der Butter gab. Ohne große Recherche habe ich darauf zurückgegriffen und lag intuitiv richtig. Somit musste ich mir nur noch überlegen, wie ich mit der Quark-Puddingpulver-Situation umgehe. Quark ist hier zu finden, aber die Konsistenz stimmt für mich nicht. Ein Ersatz, der das richtige Gefühl auf der Zunge kreiiert, musste her. Natürlich habe ich auch einen gefunden, der ganz wunderbar passt: ein Joghurt, der im Stil des isländischen Skyr zubereitet wird. Das Puddingpulver habe ich nach einem direkten Käsekuchen-Vergleich (einmal mit und einmal ohne) gestrichen. Mit etwas mehr Vanillezucker in der Creme ist der Unterschied kaum noch zu schmecken.

 

Käsekuchen

Omas original Käsekuchen

 

Ich freue mich wirklich diesen tollen, wenn auch leicht amerikanisierten Käsekuchen à la Oma mit euch zu teilen. Lasst mich wissen, wie er euch schmeckt und welche eurer Familienrezepte ihr gerne lernen, erforschen und selbst nachkochen bzw. -backen würdet.

PS: Dieses Käsekuchen Rezept ist wunderbar so wie es ist. Ich wäre jedoch nicht ich, wenn ich nicht daran herumbasteln würde. Mein nächster Schritt wird sein, nur die Hälfte des Bodens mit der gleichen Menge Belag zu nehmen. Generell ist mein Tipp neugierig zu bleiben, zu experimentieren und dabei so viel wie möglich zu lernen. Das macht nicht nur Spaß, sondern schmeckt auf verdammt lecker!

 

Käsekuchen

Amerikanisierter Käsekuchen auf dem Teller

 

ZUTATEN

30 min + 60 min Backzeit

runde Springform 26 cm

BODEN

250 g Mehl

125 g Zucker

1 Ei

1 TL Backpulver

150 g Margarine

BELAG

60 g Margarine

150 g Zucker

8 g Vanillezucker

4 Eier

450 g Joghurt (isländischer Skyr)

1 TL Zitronensaft

1 Prise Salz

 

ZUBEREITUNG

Vier Eier trennen und die Dotter zur Seite stellen. Das Eiklar mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen.

Für den Boden 150 g Margarine mit 150 g Zucker und einem Ei verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Backpulver zum Mehl geben, auf die Zucker-Margarine-Mischung sieben und gut verrühren.

Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden. Den fertigen Teig einfüllen und möglichst glattstreichen. Einen kleinen Rand am Ring hochdrücken.

Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

Für den Belag die Dotter in die Schüssel geben, die ihr für den Boden benutzt habt. Den Rest Margarine sowie Zucker und Vanillezucker zugeben. Die Zutaten verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Joghurt sowie den Zitronensaft unterrühren. Zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben.

Den Belag auf dem Boden verteilen und für 60 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Anschließend den Käsekuchen für 10 Minuten auf einem Rost auskühlen lassen. Mit einem Messer um dem Rand fahren und den Ring vorsichtig lösen. Der Boden der Form kann dank des Backpapiers einfach unter dem Kuchen herausgezogen werden.

Käsekuchen hält sich drei bis vier Tage im Kühlschrank (Angaben, wie immer, ohne Gewähr). Meiner Meinung nach schmeckt er nach einem oder zwei Tagen am besten.

 

Amerikanisierter Käsekuchen à la Oma

06/19/2018
: für 26 cm Springform
: easy

By:

Ingredients
  • BODEN
  • 250 g Mehl
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver
  • 150 g Magarine
  • BELAG
  • 60 g Margarine
  • 150 g Zucker
  • 8 g Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 450 g Joghurt (isländischer Skyr)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
Directions
  • Step 1 Vier Eier trennen und die Dotter zur Seite stellen. Das Eiklar mit einer Prise Salz zu Eischnee schlagen.
  • Step 2 Für den Boden 150 g Margarine mit 150 g Zucker und einem Ei verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Backpulver zum Mehl geben, auf die Zucker-Margarine-Mischung sieben und gut verrühren.
  • Step 3 Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden. Den fertigen Teig einfüllen und möglichst glattstreichen. Einen kleinen Rand am Ring hochdrücken.
  • Step 4 Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
  • Step 5 Für den Belag die Dotter in die Schüssel geben, die ihr für den Boden benutzt habt. Den Rest Margarine sowie Zucker und Vanillezucker zugeben. Die Zutaten verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Joghurt sowie den Zitronensaft unterrühren. Zuletzt den Eischnee vorsichtig unterheben.
  • Step 6 Den Belag auf dem Boden verteilen und für 60 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Anschließend den Käsekuchen für 10 Minuten auf einem Rost auskühlen lassen. Mit einem Messer um dem Rand fahren und den Ring vorsichtig lösen. Der Boden der Form kann dank des Backpapiers einfach unter dem Kuchen herausgezogen werden.
  • Step 7 Käsekuchen hält sich drei bis vier Tage im Kühlschrank (Angaben, wie immer, ohne Gewähr). Meiner Meinung nach schmeckt er nach einem oder zwei Tagen am besten.

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