How I fell in love with hiking …

Mit 13 habe ich angefangen zu streiken. Jedes Wochenende das gleiche Spiel. Am Sonntag wird sich ordentlich angezogen und auf geht es in den Spessart: Wandern! Als Teenager ist diese Art der Freizeitgestaltung inakzeptabel und man empfindet die elterliche Intervention anmaßend. Was könnte man an einem schönen sonnigen Tag nicht alles machen (auf dem Sofa liegend fernsehen und dabei eine Tüte Chips mit Gleichgesinnten teilen, nur so als Bespiel). Ab der Pubertät war den bei mir Schluss mit Wandern.

Im Nachhinein bin ich meinen Eltern für die sonntäglichen Touren durch die Wälder dankbar. Auch wenn ich dafür fast 15 Jahre gebraucht habe, finde ich Wandern bzw. Hiken heute toll. Praktisches Outdoor-Outfit an und ab in die Wildnis. Unser Umzug nach Tennessee begünstigt meine neugewonnene Wanderslust, da hier die Umgebung geradezu danach schreit in ihr herumzustreifen und spannende Dinge zu entdecken.

Unsere erste längere Strecke hier war der Honey Creek Loop Trail. Er liegt im Big South Fork National Park, ist 5,7 Meilen (9,2 km) lang und kreuzt den Big South Fork National River. Die Hauptwege sind schmal und verschlungen, aber gut ausgeschildert. In Deutschland würden sie eher als Trampelpfad durchgehen. Toll finde ich, dass man nicht nur auf den Wegen läuft, sondern auch Bachläufe überquert und durchwandert. Es gibt Etappen mit großen Felsformationen die über-, um- oder durchklettert werden müssen. Kurze Abschnitte überwindet man nur dank der vorhandenen Seile: auf dem Hintern oder – advanced – rückwärts mit durchgestreckten Beinen. Welche meine Variante war, könnt ihr hier auf dem Foto sehen.

Man überwindet zwar nur 320 Höhenmeter, diese allerdings nicht am Stück, sondern es geht hoch und runter, hoch und runter, … Wasserfälle, überhängende Klippen, bizarre Felsformationen und -klüfte sowie eine perfekte Raststelle unten am Big South Fork National River haben uns für die Mühe und die brennenden Waden entlohnt.

Ich kann die Tour absolut für den Herbst empfehlen. Die Bäume strahlen in allen möglich Farben. Man kann sich kaum satt sehen. Auch das warme, trockene Wetter zu dieser Jahreszeit ist perfekt geeignet, um längere Wanderungen zu unternehmen. Mit 6 Stunden plus 30 Minuten Rast ist der Trail relativ lang, deshalb ist es sinnvoll schon am frühen Vormittag zu starten. Da es dann noch etwas kühler ist, würde ich den Zwiebel-Outdoor-Look empfehlen (T-Shirt, Longsleeve, Windjacke und Buff). Eine absolutes Must-have sind feste Schuhe mit gutem Profil. Der Weg ist nicht ganz einfach, nach 6 Stunden über Stock und Stein würden einem mit “Schläppchen” wahrscheinlich die Füße abfallen.

Wer nach der Wanderung müde, aber entspannt und zufrieden sein möchte, dem kann ich folgende Tipps noch mit auf den Weg geben:

  • gut sitzender Rucksack (gegen Kreuzschmerzen)
  • Sonnenbrille (gegen Augenschmerzen)
  • Mückenspray (gegen fies juckende Stiche am ganzen Körper)
  • Lunch-Paket (gegen miese Laune und knurrende Mägen)
  • mind. 2 Liter Wasser pro Person (unabdingbar!!!)
  • Kamera (für all die schönen Aussichten)
  • Handy mit GPS (für alltrails-app – für kleine Self-Tracker)

Genießt also die Natur, wo auch immer ihr gerade seid. Ich wünsche euch ein fröhliches: Horrido! (Gruß der Wanderer – ich musste es auch erst googlen)

 


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