Frühlingsreif: Sechs Tipps, um gesund, glücklich und fit zu sein

Frühling

Der Frühling kommt in gewaltigen Sprüngen nach Tennessee und ich freue mich schon wie ein Osterhase über die ersten, gelben Narzissen. Ich kann richtig spüren, wie sehr mein Körper die warmen Temperaturen vermisst hat. Ich bin definitiv frühlingsreif!

Meteorologisch ist der Startschuss bereits letzte Woche am 01. März gefallen, astrologisch müssten wir eigentlich noch bis zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. März warten. Darauf habe ich, und ihr wahrscheinlich auch, aber keine Lust. Wir erklären hiermit: es ist Frühling! Lieber Wetterfrosch, klettere fleißig auf deiner Leiter nach oben, denn wir wollen raus, in der Sonne sitzen und ein leckeres Gelato schlecken.

Mit Gelato bin ich auch direkt beim: ein gesunder Lebenstil mit ausgewogener Ernährung und Bewegung. Wie passt das bitte mit Eis zusammen?, fragt ihr euch jetzt. Die Antwort ist ganz einfach, denn wer seinen Körper generell fit hält, der kann sich ohne Probleme auch ab und an etwas gönnen. Sei es ein Eis am Stiel an einem wunderschönen, sonnigen Tag oder auch eine Tüte Pommes beim Stadtbummel mit Freunden.

Jedem, der unzufrieden mit seinem Gewicht oder seinem Körper ist, dem kann ich empfehlen, seine Ernährung grundsätzlich zu ändern und mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Ich selbst habe schon vor ein paar Jahren meine Ernährung umgestellt und mache zweimal die Woche Sport. Natürlich bin ich nicht immer konstant und ich schwanke, in Gewicht sowie Engagement. Im Frühjahr ziehe ich deshalb gerne eine kleine Bilanz, die mir zeigt, wo ich momentan stehe. Ich sehe das als kleinen Frühjahrsputz für meinen Körper.

Auch dieses Jahr habe ich zusammengefasst, was mir wichtig ist und möchte meine sechs Lieblings-Wohlfühl-Tipps mit euch teilen. Ich hoffe, ihr findet sie ebenso hilfreich und gar nicht so schlimm, wie ich!

Frühling

Sechs Tipps, um gesund, glücklich und fit zu sein

1. Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung mit täglich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sowie gesunden Ölen aus Fisch und Nüssen hilft, sich gesund, glücklich und fit zu fühlen. Milchprodukte und Fleisch sind erwünscht, jedoch besser in Maßen statt in Massen. Experimentiert und probiert verschiedene Dinge aus. Es kann zum Beispiel richtig Spaß machen Obst vor sich selbst zu verstecken. Das muss ich näher erklären. Ich esse nicht allzu gerne Obst. Hier drei Beispiele, warum: bei Mango kribbelt mein Mund, Ananas reißt mir den Gaumen auf und von Bananen bekomme ich einen Film auf der Zunge. Verstecke bzw. verarbeite ich die Früchte in Gerichten, dann schwächen sich die negativen Seiten ab und stören mich kaum noch. Also, Apfelschnitzel sind ganz nett, als Apfelwürfel im Müsli aber richtig lecker; Orangen aus der Hand langweilig mich, Orangenfilets in Fenchelpasta schmecken mir unheimlich gut; Birnen plank jagen mir einen Schauer über den Rücken, Birnen mit Brie und Walnüssen als Bruschetta sind ein wahres Träumchen. Versteckt euer Obst und Gemüse in Gerichten, die ihr liebt und schwubdiwub werden sie eure besten Freunde.

2. Bewegung

Jeder der behauptet, er ist nicht so der sportliche Typ, lügt! Das sage ich so dreist, weil es wahr ist. Jeder ist sportlich, nur jeder auf eine andere, individuelle Art. Ich hasse Joggen, es langweilt mich und ich werde nie Gefallen daran finden. Dafür tanze ich schon seit ich denken kann und liebe es. Ich habe viele andere Sportarten ausprobiert, aber keine hat so gut zu mir gepasst wie Tanzen. Früher war mein Favorit eine Art Rhythmische Sportgymnastik, heute mache ich Pole Dance und liebe die tänzerischen Elemente genauso wie die enormen Herausforderungen. Schon mal kopfüber und nur an einem Bein von einer Stange gebaumelt? Ein Heidenspaß sage ich euch! Sucht euch eine Sportart, in der ihr euch wohlfühlt und die euch liegt. Ich verspreche euch, sobald ihr sie habt, wollt ihr immer mehr davon. Hier ein paar Ideen: Crossgolf, Bike-Polo, Parkour, Bauchtanz, Kickboxen, Trampolin-Springen, Akrobatik, Fatburn-Yoga, Handstandtraining, Pole-Fitness (meine Empfehlung!), Ballett, …

3. Routine

Ohne Routine würde ich innerhalb von wenigen Tagen kaputtgehen. Das ist kein Witz, mein Mann bestätigt euch das sicher gerne. Ich esse regelmäßig, ich habe meine festen Sportstunden, ich gehe früh schlafen und folge bestimmten Ritualen (Kleidung abends zurechtlegen, Müsli in geordneten Schritten zubereiten, vor dem Schlafen lesen, …). Das klingt etwas nerdig, aber es hilft mir, und ist vor allem für meinen zickigen Magen gut. Generell sind geregelte Abläufe wichtig, da sie uns ein solides Grundgerüst geben, das uns in der Bahn hält gegen die steigende Unsicherheit um uns herum. Speziell hilft Routine in stressigen und schwierigen Situationen. Wir funktionieren durch gelernte Prozess einfach weiter und verlieren, wenn es turbulent wird, nicht komplett den Halt.

4. Trinken, trinken, trinken

Wer wenig trinkt ist oft müde und schlapp. Flüssigkeit wird überall in unserem Körper benötigt, um ihn am Laufen zu halten. Während meiner Pubertät habe ich kaum etwas getrunken, ich hatte einfach nie Durst. Dafür bin ich oft umgekippt. Super Deal, oder? Irgendwann hat mir das gereicht (und mein Arzt fand es auch nicht witzig), also habe ich mich gezwungen 2 Liter am Tag zu trinken. Das war nicht gerade leicht, mein Körper wusste lange Zeit nicht wohin mit der ganzen Flüssigkeit (also schon, aber das wollen wir nicht näher erörtern). Nach einem Jahr hatte ich mich daran gewöhnt und auch tatsächlich wieder Durst verspürt. Seid nicht so dumm wie ich früher, tut euch selbst einen Gefallen und trinkt.

5. Frische Luft

Ok, wer kennt den Satz noch: „Kind, frische Luft tut dir gut!“ Ja, ich sehe Hände überall. Mama, Papa, Oma, Opa, Tante, Onkel, … hatten leider absolut recht. Der frische Sauerstoff gibt uns Power und die Sonne, auch wenn es bewölkt ist, versorgt uns mit Vitamin D und Glückshormonen. Ich versuche jeden Tag für mindestens 20 Minuten draußen zu sein. Das ist nicht so einfach, denn ich sitze oft stundenlang am Computer und vergesse über meine Arbeit die Zeit. Jedoch ich habe ein paar Überlistungsmethoden für mich selbst erdacht und teile diese natürlich gerne mit euch: vor der Haus-/Bürotür lesen, Mittagessen draußen, Sport im Freien, den Morgenkaffee auf dem Balkon, eine Radtour zur Arbeit, Gassi gehen mit Nachbars Wauzi, kleine Gartenprojekt, Aktivitäten wie Kajak fahren, SUP, o.ä. am Wochenende, …

6. Gönn‘ dir was

Der wichtigste Punkt zuletzt: gönnt euch was! Ernährt ihr euch gut, trink ihr ausreichend und bewegt euch aktiv an der frischen Luft, dann ist es überhaupt kein Problem, auch mal etwas Fettiges, Süßes oder Schweres zu essen. Ich bin der Meinung, dass es sogar sehr wichtig, sich bestimmte Nahrungsmittel nicht drakonisch zu verbieten, denn eure Psyche ist ein gewieftes, kleines Gör, die sobald etwas nicht erlaubt ist, es nur umso mehr haben will. Seid also zu gegebener Zeit offen für Ungesundes, aber haltet den Verzehr von Burger, Schnitzel, Eis, etc. in bewussten Grenzen. So bleiben diese Leckereien etwas Besonderes und die Vorfreude ist umso größer (wieder diese Psyche!).

Frühling