Grundrezept Hühnerbrühe – ganzheitlich lecker

Hühnerbrühe

 

Eigentlich sollte das Grundrezept für Hühnerbrühe mein letzterer, kuscheliger Post im Winter werden, bevor ich nächste Woche allerlei Frisches, Grünes und wie immer Leckeres zum Frühling für euch vorbereitet habe. Momentan sitze ich jedoch bei 25°C mit nackten Füßen auf unserem Back Porch und genieße die wunderbare Sonne Tennessees. Das fühlt sich nicht sehr winterlich an und ich muss gestehen, meine Freude über diese verfrühten, warmen Temperaturen kann ich kaum verbergen. Lasst uns diesen Post also als Übergang zwischen Winter und Frühjahr betrachten. Eine heiße Brühe ist schließlich herrlich an kalten Tagen, passt aber ebenso gut zu Wärme, wie uns die asiatische Küche mit Ramen, Khow Suey und anderen Köstlichkeiten immer wieder aufs Neue beweist.

Mein Grundrezept für Hühnerbrühe ist eigentlich ganz schlicht, denn ich verwende sie meist als Basis für andere Rezepte wie zum Beispiel Hühnerfrikasse, Ramen oder ähnliches. Somit darf sie nicht zu dominant schmecken, trotzdem aber ein zartes, leckeres Aroma mitbringen. Das Wichtigste dabei ist das namengebende Huhn. Seid hier rigoros: Qualität muss sein, am besten Bio, vom Bauern jeden Tag massiert, freilaufend, beim Metzger gekauft und was euch sonst noch einfällt. Eure Hühnerbrühe wird wesentlich besser schmecken, wenn ihr hier ein paar Euro mehr ausgebt.

 

Hühnerbrühe

 

Scheut euch auch nicht ein ganzes Huhn zu nehmen. Ihr müsst fast nichts damit machen, außer es waschen und in den Topf stecken. Das ist easy peasy und ihr müsst kaum das rohe Fleisch anfassen! Ich habe mich seit einiger Zeit sogar entschieden nur noch ganze Hühner zu kaufen und sie selbst zu verarbeiten. Zum einen ist es billiger, sogar die beste Qualität (denn der Metzger hat weniger Arbeit damit) und zum anderen fördert es die Kreativität. Meine Oma, selbst Metzgerin im Ruhestand hat das schon gemacht als ich klein war und ich ihr in der Küche helfen durfte. Ich finde es schön diese Tradition weiterzuführen. Ich habe schon vieles dabei gelernt, zum Beispiel wie man ein Hühnchen in seine Einzelteile zerlegt, welche Stücke es gibt und was man daraus alles machen kann. Mir ist beim Fleischessen nicht nur Qualität, sondern auch ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. Warum sollte ich nur die Brust essen, wenn es da noch köstliche Innereien, zartes Fleisch am Knochen und einen Bürzel zum abnagen gibt (den hat meine Oma schon früher extra für mich aufgehoben).

Die Brühe ist für den ganzheitlichen Ansatz ein tolles Einsteiger-Rezept: ihr kocht das Hähnchen ganz und die Innereien direkt mit, ihr nutzt also wirklich ALLES. Ihr habt das extrahierte Hühnchenaroma in eurer Brühe, die ihr für Suppen, Soßen und vieles mehr benutzen könnt, aber auch das zarteste Fleisch, das sich einfach von den Knochen lösen lässt und euren Gaumen als Salat-Topping, Geschnetzeltes, etc. pp erfreut.

Wir sehen uns dann beim Metzger, ihr Lieben!

 

Hühnerbrühe

 

ZUTATEN

für 2,5 l Brühe

Zubereitungszeit: 1 Std 40 min

1 Suppenhuhn mit Innereien

4 Karotten

1 kleine Sellerieknolle oder 4 Stangen Sellerie

1 Stangen Lauch oder 1 Bund Frühlingszwiebeln

1 Zwiebel

4 Zweige Petersilie

2 l kaltes Wasser

1 EL Salz

1 EL Zucker

1 Stück Ingwer (daumengroß)

20 Pfefferkörner

 5 Nelken

2 Lorbeerblätter

 ZUBEREITUNG

Das Huhn und die Innereien mit kaltem Wasser abwaschen. In einen großen, hohen Topf geben und mit Wasser angießen. Wer keine Innereien mag, kann sie auch weglassen. Ich bin ein großer Fan davon und möchte ihren Geschmack in der Brühe nicht missen.

 

Hühnerbrühe

 

Karotten gründlich putzen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln vierteln. Beides muss nicht geschält werden, da die enthaltenen Aromastoffe die Brühe noch bereichern. Den Sellerie solltet ihr vor dem Zerteilen jedoch schälen, am besten sogar großzügig.  Falls ihr keine Knolle findet, könnt ihr ebenso gut Stangensellerie benutzen. Die Stangen unter fließendem Wasser abwaschen und grob zerteilen. Den Lauch längs halbieren und aufgefächert mit kaltem Wasser abbrausen, um den Sand zwischen den einzelnen Blättern zu entfernen. Die Wurzeln abschneiden und die Lauchhälften dritteln. Genau wie beim Sellerie gibt es auch für den Lauch ein tolle Variante: Frühlingszwiebeln. Diese könnt ihr einfach putzen, in dem ihr das äußerste Blatt sowie die Wurzeln entfernt. Anschließend dritteln. Den Ingwer schälen, grob hacken und mit dem Gemüse, der Petersilie, den Gewürzen, dem Salz sowie dem Zucker in den Topf zum Huhn geben.*

 

Hühnerbrühe

 

Die Brühe langsam aufkochen und auf mittlerer Flamme 75 Minuten köcheln lassen.

Das Huhn und die Innereien herausnehmen, Fleisch von den Knochen ablösen und anderweitig verwenden. Die Innereien könnt ihr ebenfalls weiter verwerten und müsst sie nicht entsorgen. Ich nasche sie meist gleich weg, denn frisch aus dem Topf und noch warm mag ich sie am liebsten.

Die Brühe durch ein Sieb passieren und das Gemüse mit einem Löffel solange ausdrücken, bis alle Flüssigkeit abgetropft ist.

Die Brühe am besten noch heiß in Gläser abfüllen und direkt verschließen. Die Gläser können nach dem Abkühlen im Kühlschrank für mehrere Tage aufbewahrt werden. Praktisch ist es auch die Brühe in Plastikbeutel zu füllen, die luftdicht schließen. So könnt ihr sie, sobald sie kalt ist flach im Tiefkühlschrank einfrieren. Das ist platzsparend, eure Brühe ist dauerhaft verstaut und ihr könnt sie ruckzuck auftauen, wenn ihr sie braucht.

*zum Thema Suppengrün (Karotten, Sellerie, Lauch, Petersilie) habe ich in Kürze mehr für euch. Bleibt gespannt, die Info gibt es bald in einem ganz neuen Teil des Blogs zu lesen!

 

Grundrezept Hühnerbrühe

02/25/2018
: für 2,5 l

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Ingredients
  • 1 Suppenhuhn mit Innereien
  • 4 Karotten
  • 1 kleine Sellerieknolle oder 4 Stangen Sellerie
  • 1 Stangen Lauch oder 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 4 Zweige Petersilie
  • 2 l kaltes Wasser
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 Stück Ingwer (daumengroß)
  • 20 Pfefferkörner
  • 5 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
Directions
  • Step 1 Das Huhn und die Innereien mit kaltem Wasser abwaschen. In einen großen, hohen Topf geben und mit Wasser angießen. Wer keine Innereien mag, kann sie auch weglassen. Ich bin ein großer Fan davon und möchte ihren Geschmack in der Brühe nicht missen.
  • Step 2 Karotten gründlich putzen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebeln vierteln. Beides muss nicht geschält werden, da die enthaltenen Aromastoffe die Brühe noch bereichern. Den Sellerie solltet ihr vor dem Zerteilen jedoch schälen, am besten sogar großzügig. Falls ihr keine Knolle findet, könnt ihr ebenso gut Stangensellerie benutzen. Die Stangen unter fließendem Wasser abwaschen und grob zerteilen. Den Lauch längs halbieren und aufgefächert mit kaltem Wasser abbrausen, um den Sand zwischen den einzelnen Blättern zu entfernen. Die Wurzeln abschneiden und die Lauchhälften dritteln. Genau wie beim Sellerie gibt es auch für den Lauch ein tolle Variante: Frühlingszwiebeln. Diese könnt ihr einfach putzen, in dem ihr das äußerste Blatt sowie die Wurzeln entfernt. Anschließend dritteln. Den Ingwer schälen, grob hacken und mit dem Gemüse, der Petersilie, den Gewürzen, dem Salz sowie dem Zucker in den Topf zum Huhn geben.
  • Step 3 Die Brühe langsam aufkochen und auf mittlerer Flamme 75 Minuten köcheln lassen.
  • Step 4 Das Huhn und die Innereien herausnehmen, Fleisch von den Knochen ablösen und anderweitig verwenden. Die Innereien könnt ihr ebenfalls weiter verwerten und müsst sie nicht entsorgen. Ich nasche sie meist gleich weg, denn frisch aus dem Topf und noch warm mag ich sie am liebsten.
  • Step 5 Die Brühe durch ein Sieb passieren und das Gemüse mit einem Löffel solange ausdrücken, bis alle Flüssigkeit abgetropft ist.
  • Step 6 Die Brühe am besten noch heiß in Gläser abfüllen und direkt verschließen. Die Gläser können nach dem Abkühlen im Kühlschrank für mehrere Tage aufbewahrt werden. Praktisch ist es auch die Brühe in Plastikbeutel zu füllen, die luftdicht schließen. So könnt ihr sie, sobald sie kalt ist flach im Tiefkühlschrank einfrieren. Das ist platzsparend, eure Brühe ist dauerhaft verstaut und ihr könnt sie ruckzuck auftauen, wenn ihr sie braucht.

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