KMA – Knoxville Museum of Art

Das Wort Museum kommt aus dem Altgriechischen. Ein “mouseion” bezeichnete einen Musentempel. Dort wurde in der Antike den Schutzgöttinnen für Kunst, Kultur und Wissenschaft gehuldigt.

Aus purer Neugier habe ich das letzten nachgeschlagen. Die Herkunft des Begriffs gefällt mir wirklich gut. Ich habe direkt das Bild eines prächtigen Tempels auf einem mit Olivenbäumen bewachsenen Hügel im Kopf, in dem weiß gewandete Gestalten schöne Dinge ablegen. Göttinnen sind schließlich anspruchsvoll!

Knoxville Museum of Art

Heute trägt niemand mehr weiße Togen, aber in Museen wird trotzdem noch schönen Künsten, reichen Kulturen und florierenden Wissenschaften gehuldigt.

Momentan darf auch ich Teil eines Musentempels sein. Ich arbeite seit Januar als Volunteer am Front Desk des KMA – Knoxville Museum of Art und werde dort bald die erste deutschsprachige Museumsführerin sein.

Das Museum beeindruckt nicht nur durch seine Kunst. Das Gebäude bezieht sich mit seiner Architektur, bewusst oder unbewusst, auf antike Tempelbauten. Es hätte den alten Griechen als Heiligtum für ihre Musen gefallen. Der Architekt, Edward Larrabee Barnes ließ die Beton- und Stahlkonstruktion hinter einer Fassade aus pink Tennessee marble verschwinden.

Knoxville Museum of Art

Der rosafarbene Kubus sitzt über dem World’s Fair Park auf erhabenem Posten. Von den beiden Gärten, die das Museum flankieren, kann man das Wahrzeichen Knoxvilles, die Sunsphere sehen. Eine goldschimmernde Kugel auf einem Turm, der 81 m in den Himmel ragt.

Die fünf Gallerien des Museums verteilen sich über die drei Geschosse des rosigen Gebäudes. Eine davon ist den Thorne Rooms gewidmet, Miniatur-Räume mit Miniatur-Möbeln in verschiedenen historischen Stilen.

Knoxville Museum of Art

In der Bailey Hall kann man das beeindruckende Werk „Cycle of Life“ von Richard Jolley bewundern. Eine 6 – 7 t schwere Glas- und Stahl-Installation, für die der Künstler insgesamt 5 Jahren bis zur Fertigstellung gebraucht hat. Ergänzend dazu wird moderne Glaskunst gezeigt.

In zwei Wechselausstellungen präsentiert das Museum Verschiedenstes: lokale, digitale sowie internationale Kunstwerke und vieles mehr.

Knoxville Museum of Art

Meine Lieblings-Galerien sind “Higher Ground” und “Currents”. “Higher Ground” zeigt historische Kunst aus Tennessee. Die Vielfalt hat mich wirklich beeindruckt. Die Künstler in und um Knoxville waren, beginnend mit dem Impressionismus bis zur Moderne des 20. Jahrhunderts rege bei der Arbeit.

 

Knoxville Museum of Art

In “Currents” werden zeitgenössische Werke aus Tennessee und aus der ganzen Welt gezeigt. Zwischen den großformatigen Arbeiten, den teilweise sehr real wirkenden Skulpturen und spannenden neuen Ansätzen könnte ich Stunden verbringen.

Solltet ihr also zufällig in Knoxville sein, dann kommt auf jeden Fall vorbei. Ein Kuss der Musen erwartet euch und der Eintritt ist kostenlos. Mit etwas Glück sitze ich gerade am Front Desk und frage euch: “Hi, how are you today? Do you want to hear a little about the Knoxville Museum of Art?”


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