Thought of the Week – der Osterhase und seine Eier

Ostern

Ist der Osterhase eigentlich ein Freund der Eier legenden Wollmilchsau? Praktisch wäre es, denn dann hätte er eine gute Adresse, an die er sich vor seinem jährlichen Einsatz wenden könnte. Aber Spaß beiseite, woher kommt der Brauch vom Hasen und den bunten Eiern zum höchsten Fest des Christentums eigentlich?

Fangen wir beim Osterhasen an, für den es viele verschiedene Erklärungen gibt, die mehr oder weniger religiös sind. Die wenigsten für mich richtig Sinn, außer der, dass die Süßigkeitenindustrie eine nicht unbedeutende Rolle in der steilen Karriere des schlauen Häschens gespielt hat. Meister Lampe ist tatsächlich erst seit ungefähr 100 Jahren für die bunten Eier zuständig, da diese davor von Kuckuck, Storch, Fuchs und Co gebracht wurden. Sollte einem als Elternteil die Sache mit dem Hasen also nicht passen, wäre es eine nette Idee nächstes Jahr eine neue Tradition einzuführen und einen anderen Waldbewohner die Nester befüllen zu lassen.

Die bunten Eier sind wunderbar zu begründen und die Farben hatten früher durchaus einen Sinn. Eier stehen für Fruchtbarkeit, neues Leben und damit für Auferstehung (Auferstehung Jesus = Ostern). Die Symbolik der ovalen Köstlichkeit wurde schon von den alten Ägyptern gerne hergenommen. Ihre Verstorbenen bekamen oft das ein oder andere Ei ins Grab, um klar zu machen, dass Auferstehung für sie durchaus interessant wäre.

Bei den Christen wurden keine Eier als Grabbeigaben verteilt, trotzdem waren sie wichtig und begehrt. Das vor allem nach Karfreitag, da sie, genau wie Fleisch in der Fastenzeit nicht erlaubt waren. Die Hühner hörten während der vierzig Tage Eier-Abstinenz jedoch nicht auf zu legen. Niemand wollte sie wegschmeißen und somit mussten sie haltbar gemacht werden. Hartkochen war schon im Mittelalter eine beliebte Art der Konservierung und um zu wissen, von wann die Eier stammten, wurden sie mit verschiedenen Farben je nach Alter gekennzeichnet. War die Fastenzeit endlich vorüber, wurden sie als Geschenke an Groß und Klein verteilt.

Ich finde es richtig nett zu wissen, wie diese Traditionen entstanden sind. Mir macht die Suche im Garten so gleich noch ein wenig mehr Spaß und entsprechend beflügelt, füllt sich mein Körbchen dann auch fast von selbst. Solltet es euch am Sonntag ähnlich ergangen und ihr mit reicher Beute aus der österlichen Jagd herausgekommen sein, dann habe ich hier noch einen klasse Ostereierweiterverarbeitungshinweis. Lasst es euch schmecken!

Osterei Brot

1 Osterei, 1 Scheibe Brot, 1 TL Frischkäse, 1 TL Joghurt, 1 Blatt Salat oder Kresse, Meersalz – Verrührt den Frischkäse mit dem Joghurt und verstreicht die Mischung auf dem Brot. Schält euer Osterei, schneidet es in dünne Scheiden und belegt das Brot damit. Meersalz darüber streuen und mit dem, in Streifen geschnittenen Salat oder etwas Kresse garnieren.


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