Thought of the Week: Erdbeeren

Erdbeeren

Was schreit für euch FRÜHLING: Sonnenschein, Blumen, oder vielleicht Spargel? Bei mir sind es Erdbeeren. Sobald ich eine davon entdecke, ist kein Halten mehr und ich schalte direkt in den Frühlingsmodus. Das bedeutet Sonnenbrille auf die Nase, ab auf den Porch und in meinem Rezeptordner nach dem Erdbeerenkuchen suchen. Den liebe ich sehr und am besten schmeckt er mir mit selbstgezogenen oder -gepflückten Erdbeeren. Unsere eigenen Früchte sind noch etwas klein, deshalb bin ich diese Woche los und habe die Rutherford Farm in Maryville besucht.

Ihr Lieben, ich hatte SO VIEL Spaß. Alle waren unheimlich nett, der Ausblick in die Smoky Mountains ließ nichts zu wünschen übrig und, ohne Witz, auf dem Feld hat es nach Erdbeer-Marmelade geduftet. Ich bin wie eine Wahnsinnige mit meinem roten Körbchen durch die Reihen gehüpft, habe probiert (das war erlaubt), gepflückt und dabei grenzdebil vor mich hin gegrinst.

Weil es einfach so schön war, dachte ich mir, ich widme den TOW diese Woche meinen kleinen roten Freunden und erzähle euch ein wenig über Erdbeeren. Und los geht es:

BOTANISCH

Der lateinische Name der Erdbeere ist fragaria und botanisch gesehen ist sie eine Nuss und trägt somit ihren Namen zu Unrecht. Der rote Teil, den wir so gerne essen, ist nur eine Scheinfrucht der sogenannten Sammelnussfrucht. Die eigentlichen Früchte bzw. Nussfrüchte sind die kleinen, grünen Kugeln, die auf der Oberfläche sitzen. Zudem sind Erdbeeren eine Gattung einer Unterfamilie der Familie der Rosengewächse. Solltet ihr jetzt verwirrt sein, merkt euch einfach, dass Erdbeeren Nüsse und irgendwie mit Rosen verwandt sind. Das sollte euch bei „Wer wird Millionär“ über die 100 Euro Hürde bringen.

ARTEN

Es gibt zirka 20 Erdbeerenarten, die sich in Merkmalen wie Größe, Farbe, Ernte und Anbau unterscheiden. Die bekannteste ist die Gartenerdbeere, die für den heimischen Anbau in jedem Baumarkt erhältlich ist. Für alle anderen sucht ihr am besten das Gartencenter eures Vertrauens auf, die euch mehr über Donna, Pandora, Elan und Co. erklären können. Sollte euch der eigene Anbau zu umständlich sein, dann pflückt eure Erdbeeren selbst (meine Empfehlung), kauft sie auf dem Markt oder direkt beim Erzeuger. Dort erfahrt ihr mehr über Art sowie Anwendung. Und meist dürft ihr auch probieren.

SAISON

In Deutschland beginnt die Erdbeersaison Anfang Mai und dauert den ganzen Juni an. Spielt das Wetter mit, könnt ihr sogar bis in den August hinein ernten. In dieser Zeit schmecken unsere liebsten Fake-Beeren am besten, sie sind günstig und regional erhältlich. Noch einen kleinen Tipp zum Kauf: ist der Stiel fest und die Scheinfrucht schön glänzend, wisst ihr, dass ihr frische und leckere Erdbeeren vor euch habt. Daneben hilft der betörende Duft, die richtige Wahl zu treffen (riechen sie nach nichts, könnt ihr sie getrost stehen lassen, dann schmecken sie auch entsprechend). Habt ihr die perfekten Erdbeeren ausgemacht, dann lagert sie im Kühlschrank. Vor dem Verzehr bitte nur vorsichtig, in stehendem Wasser waschen und auf keinen Fall vorher anschneiden. Die Scheinfrucht-Beer-Nüsse sind hoch empfindlich.

ANWENDUNG

Jetzt bleibt mir nur noch zu erzählen, was ihr mit Erdbeeren alles anstellen könnt. Ihre angenehme Süße ist perfekt geeignet um sie in Desserts, für Kuchen, aber auch für herzhafte Gerichte zu verwenden. Probiert sie mit gegrilltem grünen Spargel oder mit Ziegenkäse und Rucola oder auf einem Brot mit Crème Fraîche sowie etwas Balsamico-Reduktion. Natürlich gibt es noch viele weitere Kombinationen, an den wir uns während der Erdbeersaison erfreuen können. Mein Favorit wird für immer und ewig der Erdbeerboden bleiben, den ich euch in meinem Post „Frühlingsreif“ vorgestellt habe. Der schmeckt fantastisch, weckt so viele Kindheitserinnerungen und, haltet mich für verrückt oder nicht, passt einfach perfekt zu meiner Haarfarbe.


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