Thought of the Week: Kartoffeln

 

Kartoffeln

 

Diese Woche war ich zwischen zwei Themen für den Thought of the Week hin und her gerissen. Möchte ich etwas zu Kartoffeln oder doch zu Kapern schreiben?!? Über letztere habe ich viel im Post „Kartoffelsalat mit Kapern und Gurken“ gesprochen und es wäre naheliegend gewesen, euch hier weitere, spannende Facts zu liefern. Die Hauptzutat im Salat ist jedoch die leckere Knolle und somit fiel mir die Entscheidung doch leicht. Kapern stehen trotzdem weiterhin auf meiner Liste. Verzagt also nicht, erst habe ich heute ein paar Infos über Kartoffeln für euch, und die grünen Salzkugeln sind dann in der nahen Zukunft dran.

BOTANISCH I HERKUNFT

Kartoffeln sind, wie Tomaten und Auberginen auch, Nachtschattengewächse. Sie stammen ursprünglich aus Südamerika, genauer gesagt aus Chile. Im 16. Jahrhundert wurden sie von den spanischen Eroberern in die Welt getragen und starteten einen rasanten Siegeszug, dem einfachen Anbau und ihrem hohen Nährwert sei Dank.

Der sichtbare Spross mit Blättern sowie Blüten ist jedoch ungenießbar und die Beeren sogar leicht giftig. Essbar und nahrhaft ist nur die stärkehaltige, unterirdische Knolle. Kartoffeln gibt es in unzähligen Sorten, Formen und Farben. Dank ihrer Vielfalt sowie ihren wunderbaren Eigenschaften ist die Kartoffel zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit geworden.

SAISON

Die Kartoffelsaison startet auf in Europa Ende Mai und kann bis November gehen:

Ende Mai – August: Frühkartoffeln (schlecht lagerfähig, besonders delikat)

Ende Juli – September: Mittelfrühe Sorten (Anbau der Klassiker)

September – November: Spätkartoffeln (sehr gut lagerfähig)

Kartoffeln können, wenn sie sauber und gesund sind, ohne Probleme länger lagern. Das funktioniert am besten in einer Holzkiste, in einem Papier- oder Jutesack, verstaut an einem trockenen, luftigen, kühlen und dunkeln Ort.

VERWENDUNG

Speisekartoffeln werden in drei Gruppen unterteilt, die aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften bestimmen, wie sie in der Küche eingesetzt werden. Wichtig ist es, Kartoffeln immer zu garen (kochen, braten, frittieren, …), um die enthaltene Stärke aufzuschließen und somit bekömmlich zu machen:

Gruppe A – FESTKOCHENDE KARTOFFELN

Festkochende Kartoffeln haben einen geringen Stärkeanteil, wodurch sie beim Kochen ihre Form behalten. Nach dem Garen ist ihr Fleisch fest, oft wird es auch als wachsig bezeichnet. Festkochende Kartoffeln eignen sich für Gerichte wie Kartoffelsalat mit Kapern und Gurken (na gut, auch für alle anderen Kartoffelsalat -Versionen), Gratin, Bratkartoffeln und viele mehr.

Gruppe B – VORWIEGEND FESTKOCHENDE KARTOFFELN

Der Stärkeanteil der vorwiegend festkochenden Kartoffeln liegt etwas höher als bei Gruppe A. Sie behalten beim Kochen ebenfalls ihre Form, sind anschließend jedoch etwas lockerer. Aus diesem Grund sind sie vielseitig einsetzbar und DER Allrounder schlechthin. Genutzt wird die vorwiegend festkochende Kartoffel für Salzkartoffeln, Rösti, Pommes Frites, etc.

Gruppe C – MEHLIG KOCHENDE KARTOFFELN

Die meiste Stärke ist in mehlig kochenden Kartoffeln zu finden. Sie sind tendenziell trocken und zerfallen beim Garen leicht. Daher eignen sie sich perfekt für die Zubereitung von Kartoffelbrei, Knödeln, Gnocchi, …

GBC FAZIT

Wäre die Kartoffel im 16. Jahrhundert nicht in die Welt getragen worden, hätten wir nicht nur ein Grundnahrungsmittel weniger, wir würden auch ohne ihre wunderbaren fest- bis weichkochenden Eigenschaften dasitzen. Zum Glück fand die stärkehaltige Knolle ihren Weg in die Küchen überall auf dem Globus und ermöglichte somit die Erfindungen von Pommes, Kartoffelsalat und Rösti.


Related Posts



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.