Thought of the Week: Okra

Okra

Okra sind in der Küche absolut neu für mich. Probieren durfte ich sie in der Türkei bereits und war auch begeistert. Selbst damit gekocht, habe ich jedoch vor kurzem das erste Mal. Die flaumige Schoten sind ein tolles Lernobjekt und mein neu gewonnenes Wissen möchte ich natürlich unbedingt mit euch teilen. Aus diesem Grund widme ich den TOW dieser Woche der wundervollen Okra-Schote.

BOTANISCH

Bei Okra handelt es sich um ein einjähriges Malvengewächs, das hübsche Blüten trägt, bevor sich die Kapselfrucht, oft fälschlich als Schote bezeichnet, entwickelt. Neben der lateinischen Bezeichnung Abelmoschus esculentus hat die Okra noch viele weitere Namen, von den mir Ladyfinger am besten gefällt. Zugleich beschreibt diese Bezeichnung, wie die Kapseln aussehen: lang (ca. 4 cm – 15 cm) und schmal. Weitere Merkmal, die eher weniger mit den Händen einer Dame zu tun haben, sind der fünfeckige Querschnitt, die grüne bis rot-violette Färbung und kleinen Härchen, die die gesamte Schale bedecken. Im inneren findet ihr weißliches Fleisch mit essbaren Kernen. Ein Fun Fact ist, dass die reife Frucht, sollte sie nicht geerntet werden, aufplatzt und ihre Samen ein paar Meter weit in die Umgebung schleudert.

HERKUNFT I SAISON

Okra gehören zu den ältesten Gemüsesorten und stammen aus Ostafrika. Heute werden sie daneben auch in ganz Amerika, dem Mittelmeerraum und Indien kultiviert. Aufgrund der verschiedenen Anbaugebiete sind Import-Okra ganzjährig zu erhalten, wobei die Hochsaison in den Südstaaten, also auch in Tennessee, im August erreicht ist.

VERWENDUNG

Der Geschmack von Okra ist mild, leicht pikant und erinnert an den grüner Bohnen. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig:

  • braten
  • grillen
  • kochen
  • einlegen
  • roh

Beim Kochen ist zu beachten, dass Okra eine schleimige Substanz absondern, die beim Eindicken bestimmter Speisen hilfreich ist. Sollte das nicht gewünscht sein, kann man die Schoten (ich benutze lieber das Wort Schote als Kapsel) bereits geschnitten für wenige Minuten in Essigwasser blanchieren oder vor dem Kochen roh und unbearbeitet für ein bis zwei Stunden in kaltes Zitronenwasser einlegen.

Bestimmte Okra-Gerichte sind auf der ganzen Welt bekannt. Ein Beispiel ist das im Süden der USA beliebte Gumbo: eine dicke Fischsuppe mit Meeresfrüchten, Fleisch und, neben anderen Gemüsesorten, Okra.

MEIN FAZIT

Okra sind eine tolle Ergänzung für mein Gemüserepertoire. Ihr zarter Geschmack lässt sich gut mit verschiedenen Gerichten wie Pfannkuchen, Quiche, etc. kombinieren. Besonders reizt mich die Erforschung des „Schleims“, weswegen wir bald ein Gumbo zubereiten werden. Roh wird die flaumige Schote demnächst auf einer meiner Rohkostplatte brillieren, denn mit cremigen Dips und verschiedenen Kräutern kann ich sie mir wunderbar vorstellen. Solltet ihr ein Okra-Rezept haben, dass ihr mit uns teilen möchtet, dann freue ich mich von euch zu hören: die GBC Social Media-Kanäle stehen wie immer für euch zum Gedanken- und virtuellen Gerichte-Austausch offen!


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