Thought of the Week – CSA

TOW CSA

Diese Woche habe ich unser erstes CSA bei Christina und Brian von der Lacewing Farms abgeholt. Das hat mich so dermaßen gefreut, dass ich es direkt mit euch in meinen Instagram Stories teilen musste. Dafür habe ich Spinat, Spicy Greens, grünem Spargel, Süßkartoffeln, Pak Choi sowie die Eier schön auf unserem Tisch drapiert und mit meiner Handykamera darauf gehalten. Anschließend hat der grenzdebile Food Nerd in mir die Führung übernommen, denn den Rest des Abends habe ich damit verbracht, das Gemüse zu sortieren, darüber zu lesen und mir Gerichte auszudenken.

Kurz vor dem ins Bett gehen ist mir eine Frage durch den Kopf geschossen: was ist ein CSA eigentlich? Am nächsten Morgen habe ich mich direkt auf meinen Hintern gesetzt und nach einer Antwort gesucht. Das Ergebnis meiner Recherche fasse ich heute für euch zusammen. Also, gehen wir es an:

Was ist ein CSA?

Die Abkürzung steht für Community-Supported Agriculture (engl. für Soldiarische Landwirtschaft). Mit einem CSA kauft man einen Anteil der Produkte eines Bauern, meist Gemüse, das vorab mit einem festgelegten Betrag bezahlt wird. Das gibt uns Menschen ohne großen Garten die Möglichkeit regelmäßig lokale, frische Produkte zu erwerben. Eine wirklich schöne Art nachhaltig und bewusst einzukaufen.

Das Prozedere ist denkbar einfach. Entscheidet ihr euch für ein CSA, trefft ihr euch während der Saison einmal wöchentlich mit dem Landwirt eurer Wahl und erhaltet einen Berg seiner frisch geernteten Produkte. Daneben bekommt ihr die Chance direkt beim Hersteller zu lernen und nachzufragen, wie alles heißt oder was gerade Saison hat. Ich habe Christina direkt gelöchert und wollte wissen, wie sie ihre Spicy Greens (als Salat oder kurz angebraten) und den Pak Choi (vom Grill mit Öl, Pfeffer und Salz) zubereitet. Das kann euch die Theke im Supermarkt wohl kaum mitteilen. Dank der verschiedenen Konzepte ist auch für jeden etwas dabei: CSAs für die ganze oder nur die halbe Saison, ein halbes CSA, Add-ons mit Eiern, etc.

In Deutschland gibt es ähnliche Modelle, die oft mit Lieferung angeboten werden. Das macht in einem dicht besiedelten Land natürlich Sinn. Hier in Tennessee wären die armen Farmer Tage damit beschäftigt ihre Kunden zu beliefern und die Spritkosten würden die CSAs unerschwinglich machen.

Alles in allem ist ein CSA, eine Grüne Box, Frischekiste oder wie sie sonst noch so heißen eine tolle Möglichkeit uns gesund und frisch zu ernähren. Ihr verwöhnt euren Gaumen sowie euren Körper und unterstützt gleichzeitig die Produzenten in eurer Umgebung, die lokale Wirtschaft und letztendlich die Umwelt.


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